Heimweh nach Houston

 „When I Come Home“ klingt, als wäre es schon immer da gewesen. Das Album ist die unbedarfte kleine Schwester von Solange Knowles‘ letztem Album „A Seat at the Table“. Vieles, auch das Cover ist an das drei Jahre alte Werk angelehnt, nur ihr Haar ist länger geworden. Doch das bedeutet keineswegs, dass diese musikalische Hommage an Solanges Heimatstadt Houston eine B-Seite ist. Die dreizehn Songs überzeugen mit Verspieltheit, mit Leichtigkeit.

Solange hat das Pech der Nachgeborenen. Ohne ihre Schwester Beyoncé wäre vielleicht sie die Königin geworden, die Queen Bey für viele, vor allem für afroamerikanische Frauen ist. Mittlerweile ist Solange Piaget Knowles jedoch viel mehr als das. Das Schicksal hat ihr am Anfang des Jahrtausends gut mitgespielt, als sie wohl nur knapp darum herumkam, sich bei Destiny’s Child als Quereinsteigerin hintenanzustellen. Bis heute schafft es kaum jemand von ihr zu sprechen, ohne die noch bekanntere große Schwester zum Vergleich heranzuziehen, dabei hat die 32 Jahre alte Solange schon bei ihrem Solodebüt 2003 ein völlig eigenständiges Schaffen bewiesen.

Und nun also, als viertes Album, eine ostentativ zurückgelehnte Huldigung Houstons. „Almeda“ heißt einer der besten Tracks, genauso wie ein Stadtteil der texanischen Großstadt, in der die Knowles von ihrem Vater, dem Produzenten Mathew Knowles zu Stars großgezogen wurden. Erstmals arbeitet die Sängerin dabei mit…

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